DJK fehlt die Cleverness
| Handball - 1. Herren |
Florian Warius und Daniel Lüger. Diese Namen werden die Handballer der DJK Westfalia Welper so schnell nicht vergessen. Denn der Kreisläufer des Lüner SV, Warius, schenkte den Welperanern in den Schlussminuten einige Tore ein. Torwart Lüger parierte besonders in der Schlussphase einige Würfe der DJK-Handballer. Somit verlor die DJK Westfalia Welper auch ihr zweites Saisonspiel in der Landesliga.
DJK Westfalia Welper -Lüner SV 26:27
„Es ist fatal für eine so junge, neu formierte Mannschaft, sich auch im zweiten Spiel um den verdienten Lohn zu bringen. So ein Spiel darf man nicht aus der Hand geben“, ärgerte sich Trainer Ingo Brebach. Denn sieben Minuten vor Schluss führten die Welperaner noch 25:21. Den Sieg verschenkten sie in den letzten Zügen der Partie.
Während des gesamten Verlaufs waren die Hausherren dem Lüner SV einen Tick überlegender. Sie konnten jedoch in entscheidenden Momenten den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Entweder, weil Lüger hielt, oder weil die Würfe daneben gingen. So kamen die DJK-Handballer auf insgesamt 32 Fehlwürfe. Dazu trafen sie neun Mal das Aluminium. Beispielsweise als Manuel Maerz bei einem Tempogegenstoß völlig alleine auf das gegnerische Tor zulief. „Wenn man so viele Chancen auslässt, gewinnt man auch in 120 Minuten kein Spiel“, sagte Brebach.
Er hätte nicht gedacht, dass seine Mannschaft das Spiel verlieren würde. Denn nach einem engen Spiel in der gesamten ersten Halbzeit führte die DJK nach 45 Minuten mit 22:17. Durch schöne Kombinationen gelang es den Welperanern, einen kleinen Vorsprung herauszuspielen. Besonders oft setzte sich Rechtsaußen David Rehbein durch und traf fünf Mal.
Doch kleine Fehler reichten aus, um den Gegner wieder ins Spiel zu bringen und drei Minuten vor Schluss auszugleichen. Pässe wurden unsauber gespielt, so dass der Lüner SV kontern konnte. In der Endphase deckte der Lüner SV offensiv im 4:2-System und ließ den Welperanern nur wenige Chancen. „Wir mussten wieder viel Lehrgeld zahlen. Wären sie im 6:0-System geblieben, hätten wir super Möglichkeiten gehabt“, meinte Ingo Brebach.
Besonders leid tat dem Trainer Torhüter Andreas Moog, der einen frischen Eindruck machte und viele Würfe der Lüner entschärfte. Sogar zwei Siebenmeter hielt er. „Aber in den entscheidenden Phasen waren wir nicht clever genug“, so Brebach. Zwei Gäste wurden des Feldes verwiesen. Kurz hintereinander. Zeitweise spielten die Lüner nur mit vier Feldspielern. Doch diesen Vorteil konnte die DJK nicht nutzen. So gewann letztlich das Team, das anfangs in Führung ging und sich mit einer guten kämpferischen Leistung zurückbrachte.


