DJK schenkt Jens Brandt zum Abschied einen Sieg

Mit einem 27:23-Erfolg bei der HSG Rauxel-Schwerin verabschiedete sich die zweite Mannschaft der DJK Westfalia Welper von der Bezirksliga-Saison und dem scheidenden Trainer Jens Brandt.
„Es war ein sehr schönes Spiel, so wie man sich das letzte Spiel vorstellt“, sagte Brandt. Nur zu Beginn lagen die Gastgeber vorne (4:2), ehe die Westfalia das Kommando übernahm. „Danach haben wir uns abgesetzt.“ In einer Partie ohne große Aggressivität kam Welper immer wieder zu leichten Treffern gegen die Castrop-Rauxeler, die die Spielzeit auf Rang sieben abschließen.
Die Welperaner hingegen beenden die Saison mit dem Sieg auf Platz vier. Hinter ihnen liegt ein Jahr, in dem es nach dem Doppelaufstieg der ersten und zweiten Mannschaft kaum personelle Kontinuität gab. In Augen seines Trainers ist die Platzierung des Aufsteigers deswegen ein Erfolg. „Wir haben sowohl nach unten wie nach oben Spieler abgegeben“, sagte Brandt. „Insofern ist das ein sensationelles Ergebnis. Darauf kann die Mannschaft stolz sein.“
Diese Mannschaft, die sich personell weiter verändern wird, übernimmt ab der kommenden Saison Andreas Trompeter von Jens Brandt. Das ist allerdings kein endgültiger Abschied Brandts von „seiner“ Westfalia, denn er bleibt dem Verein in einer anderen Funktion erhalten. Gemeinsam mit seiner Frau Anna wird er sich um die weibliche C-Jugend der JSG Hattingen-Welper kümmern und so weiterhin häufig in der Halle an der Marxstraße zu sehen sein – auch bei den Spielen der Seniorenteams. „Ich bin ja nicht weit weg“, sagte Brandt. „Ich werde sicherlich weiter ein Auge auf die Jungs haben.“ Dann allerdings mit Abstand und nicht mehr auf der Trainerbank.
HSG Rauxel-Schwerin - DJK Westfalia Welper II 23:27
DJK: Donaj; Kampmann (5/3), Andreas (5), Porbeck (3), Siegmund (1), Bednarek (1), Schawacht (8), Pradtke (1), Brandt
DJK Welper: Pavel Brikmann sorgt für die Entscheidung

TuS Ickern - DJK Westfalia Welper 24:25
Im Spiel gegen den TuS Ickern, der den Klassenerhalt durch den Sieg des TuS Hattingen gegen die zweite Mannschaft des Soester TV (40:33) am Samstagmittag schon sicher hatte, entpuppte sich in einer von beiden Seiten hart geführten Partie die disziplinierte Mannschaftsleistung der Welperaner als entscheidender Faktor.Schon in der Anfangsphase wogte das Spiel hin und her, immer wieder unterbrochen von Diskussionen. Bereits nach 15 Minuten kochten die Emotionen hoch, so dass Andreas Trompeter, der Trainer Ingo Brebach zum Saisonausklang vertrat, eine Auszeit nahm und an die Spieler appellierte, sich nicht vom Wesentlichen abbringen zu lassen. Offenbar mit Erfolg: Danach trat Welper sehr diszipliniert und mannschaftlich geschlossen auf. „Das haben die Jungs klasse gemacht“, so Trompeter. Die Basis bildete nun die effektive Deckungsarbeit, kombiniert mit viel Bewegung und Tempo im Vorwärtsgang.
Eng blieb das Spiel trotzdem weiterhin, in die Halbzeit ging es mit einer knappen 12:11-Führung für die Westfalia. Aber die Castrop-Rauxeler blieben dran und erspielten sich bis zur Mitte der zweiten Halbzeit einen Zwei-Tore-Vorsprung. Aber auch das konnte Welper an diesem Tag nicht schocken: Innerhalb von zehn Minuten drehten die Gäste die Partie zu ihren Gunsten und gingen mit 20:18 in Führung. „Das war der Knackpunkt“, so Trompeter.
Die knappe Führung sollte am Ende zum Sieg reichen, den letzten Ballbesitz der Hausherren 15 Sekunden vor Schluss wehrte die DJK durch erneut konzentrierte Abwehrarbeit ab, nachdem zuvor Pavel Brikmann mit seinem achten Treffer das letztlich entscheidende Tor erzielt hatte. So durfte sich Welper über einen sehr gelungenen Saisonabschluss freuen, zumal ein Sieg in Ickern in der laufenden Spielzeit zuvor erst drei Teams gelungen war. Unter anderem Meister TuS Hattingen hatte neben mehreren anderen Spitzenteams in der Halle an der Habinghorster Straße verloren. „Da musst du keinen Zauberhandball spielen“, sagte Andreas Trompeter, der zufrieden war, dass sein Team die einfachen Sachen richtig gemacht hatte. Nur sieben technische Fehler hatte er sich notiert und erfreut zur Kenntnis genommen, dass auch der Ausfall von Rückraumspieler Kris Jasinski nach einer umstrittenen Roten Karte in der 40. Minute kompensiert werden konnte.
Dass die DJK Welper, die zwischenzeitlich in die Abstiegszone abzurutschen drohte, am Ende Siebter wurde, zeigt, wie eng das Ende in der Landesliga beisammen war. Davon profitierte am letzten Spieltag der HC Dortmund-Süd, der mit einem 30:28-Sieg bei Westfalia Herne den Klassenerhalt schaffte. Dafür rutschte der Soester TV II durch die 33:40-Niederlage gegen Hattingen auf den dritten Abstiegsplatz ab.
DJK:Moog, Büttner; Maerz (3), Schulz (2), B. Trompeter (5/1), Heinz (1), Weber, Jasinski, Rehbein, Lask (4/3), P. Brikmann (8), Schott (2), D. Brikmann.
Westfalia erwartet noch einmal ein heißer Tanz
Für die DJK Westfalia Welper geht es am Samstag (18.30 Uhr) beim abstiegsbedrohten TuS Ickern um einen guten Saisonabschluss. „Es könnte noch einmal richtig spannend werden“, sagt Welpers Trainer Ingo Brebach.
Denn die Gastgeber brauchen noch einen Punkt, um sicher in der Landesliga zu bleiben. Eigentlich war der schon am vergangenen Wochenende beim TV Brechten eingeplant, aber dort unterlag die Mannschaft von Trainer Stephan Pade deutlich mit 21:34.
Weil die Hausherren also unbedingt aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen wollen, erwartet die DJK in Ickern noch einmal ein heißer Tanz. Das gilt umso mehr, als in der Halle an der Habinghorster Straße schon mehrere Topmannschaften Federn lassen mussten. Das gilt zum Beispiel für den Vierten HSC Haltern-Sythen (20:28) und auch den Zweiten SuS Oberaden (20:22). Ganz besonders gilt das aber auch für Welpers lokalen Konkurrenten und den souveränen Meister TuS Hattingen, der sich in Ickern in der Hinrunde beim 27:34 seine einzige Saisonniederlage leistete.
Aber auch Welper will noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Zum einen, weil sich im letzten Heimspiel der Saison an der Marxstraße die HSG Schalke 04/96 bei der 25:38-Pleite als zu stark erwiesen hat. „Das war nicht unser bestes Spiel“, sagt Brebach. „Aber Schalke war auch unglaublich stark.“ Zum anderen hat Welper auch wegen des Hinspiels noch etwas gutzumachen. Beim 22:22 im Januar hatte die Westfalia lange wie der sichere Sieger ausgesehen, sich am Ende nach vielen vergebenen Chancen und einigen fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen in der Schlussphase aber doch mit einem Zähler zufrieden geben müssen.
Weil Ingo Brebach am Wochenende zu einer Hochzeit nach Süddeutschland fährt, wird das Team von Andreas Trompeter betreut. Trompeter trainiert in der kommenden Saison die DJK-Reserve.

